VLOG: Der erste Tag

Eeendlich ist er fertig! Der erste Videobeitrag. Warum das so lange gedauert hat und was sonst noch für Probleme auf mich zugekommen sind, könnt ihr hier nachlesen.

 

Nachdem wir uns gut 2 Stunden unterhalten haben ging es dann nach einem Mittagessen zur Gedenkstunde. Das Video findet ihr hier! 🙂

Da die Videos auf Englisch sind, habe ich kurz zusammengefasst, was wir bei unserem Gespräch erzählt haben:

Lydia beschreibt am Anfang, dass es schmerzhaft ist die ganzen Informationen über ihre Mutter zu erfahren und dabei so hilflos zu sein. Diese Hilflosigkeit ist voller Emotionen. Die Töchter übertragen die Tränen ihrer Mütter und tragen damit ihre Last. Frau Petrovich sagt weiter: „Die Mütter seien wie Steine, die alles in sich tragen und Angst haben.“

Angela beschreibt ihre Mutter als eine starke kämpferische Person. Sie konnte den Tod überlisten, als sie im Konzentrationslager war, jedoch nicht als sie Krebs hatte.

Angela meint, dass sich ihre Mütter vielleicht gekannt haben, weil sie zur gleichen Zeit im Lager in Watenstedt waren und in den folgenden Räumungstransporten. Aber herausfinden werden sie es nie.

Nationalismus und Antisemitismus wird immer mehr in der heutigen Gesellschaft, so Lydia. In Serbien wurde erst letzten Monat ein Gesetz erlassen, was besagt, dass das enteignete Eigentum im Zuge der Arisierung der Nazis in den frühen 1940ern  nun wieder in Form von Geld zurückgezahlt werden soll. Serbien ist damit eines der letzten Länder, das solch ein Gesetz verabschiedet. Das Geld wird teilweise in Bildung investiert. „Bildung ist das, was wichtig ist um Nationalismus und Antisemitismus entgegen zu wirken“, so Lydia.

Auf meine Frage, warum den beiden Damen der Besuch in Salzgitter so wichtig ist, antworten beide, dass ihnen diese Angelegenheit sehr wichtig ist. Die Arbeit der Gedenkstätte ist unbezahlbar und vor allem Lydia wollte die Menschen kennenlernen mit denen schon ihre Mutter gesprochen hat. Angela ist froh die Reise auf sich genommen zu haben, um all die Informationen über ihre Mutter zu erhalten.

Lydia verdeutlicht noch einmal wie wichtig Bildung und die Wahrheit ist.

Ich frage Angela, ob ihr irgendwelche Verhaltensweisen ihrer Mutter aufgefallen sind, die vielleicht von ihren Erlebnissen im KZ kommen.
Mrs. Osborne antwortet, dass ihre Mutter Unmengen an Essen gehortet hat. Auch, wenn die Familie Besuch hatte, hat sich Margit so viel Essen genommen, das sie niemals hätte aufessen können. Sie hatte Angst hungern zu müssen. Angela erhielt sogar Briefe von ihrer Mutter in denen sie jede einzelne Mahlzeit beschreibt. Lydia bestätigt, dass Essen auch im Leben ihrer Mutter eine große Rolle gespielt hat.